Montag, 29. Februar 2016

Rückblick Februar - Ausblick März

Hallo ihr Lieben!

Es ist schon fast gruselig, wie schnell die Zeit im Moment vergeht. Zumindest kommt es mir so vor.
Mein dreimonatiges Praktikum in einer Presseabteilung ist vorbei und morgen fängt ein neues für acht Monate an. Deswegen war ich viel beschäftigt mit zurück nach Hause ziehen, neue Wohnung suchen, wieder ausziehen und andere Vorbereitungen treffen. Ich freue mich aber schon sehr auf wärmeres Wetter! :-)

Weil ich also mal wieder nur mit Koffern von zu Hause weg bin, denn es ist ja nur ein Auszug auf Zeit (vorerst, wer weiß, was passiert), konnte ich nicht viele Bücher mitnehmen. Ich habe eine Weile vor meinem Regal gestanden und überlegt. Zum Ende habe ich mich für sieben Bücher entschieden. Meine Current Reads Das Juwel - die Gabe und Snuff, meine Lieblingsbücher The Amazing Maurice and his educated rodents und Harry Potter (den dritten Band stellvertretend für alle), Red Queen und außerdem Alice und The Wizard of Oz, weil sie klein sind ;-)

Trotzdem habe ich etwas gelesen im Februar und konnte eine Rezension zu Jane Austens Stolz und Vorurteil verfassen. Außerdem, aus gegebenem und traurigem Anlass bezüglich Harper Lee, habe ich To Kill a Mockingbird rezensiert. Beide Bücher erhielten fünf von fünf Seifenblasen, denn sie sind toll! Außerdem gab es ein Special zu Lesezeichen.

Das Juwel - die Gabe von Amy Ewing habe ich die letzten Tage angefangen und werde es, davon gehe ich aus, schnell durchlesen. Der März fängt also flott an. Dann geht es weiter mit dem zweiten Teil der Lunar Chronicles von Marissa Meyer, Scarlet (Wie Blut so rot auf Deutsch), zusammen mit den Clockwork Readers. Das Buch muss ich noch kaufen. Dann habe ich mir noch Red Queen von Victoria Aveyard vorgenommen. Ich bin gespannt, wie weit ich im März komme, neben dem neuen Praktikum.



Also, auf einen neuen Monat, neue Bücher und Lesefreude! :-)



Sonntag, 28. Februar 2016

Samstags-Erinnerung

(Die Samstags-Erinnerung kommt dann heute auch mal :-P)
2014 war ich ja auf einem Roadtrip an der Westküste der USA und in LA haben meine Mitstreiterin und ich natürlich nach besonderen Sternen auf dem Hollywood Walk of Fame gesucht ;-) Und wir haben welche gefunden! Zum Beispiel diesen vom wunderbaren Mr. Spok Darsteller :-) Danke, Leonard Nimoy!

Freitag, 26. Februar 2016

Jane Austen: Stolz und Vorurteil


Jane Austen: Stolz und Vorurteil. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG. München. 1997. Welttag des Buches 2012 Ausgabe.
Originalausgabe: Pride and Prejudice. London. 1813.

Wie ich oft grinsen musste.





Handlung

Elizabeth Bennet und ihre vier Schwestern leben noch bei ihren Eltern. Ihre Mutter ist ganz versessen darauf, sie zu verheiraten, weil sie nach dem Tod des Vaters nicht viel erben werden. Als ein neuer Nachbar einzieht, jung, reich und gutaussehend, setzt sie alles daran, ihre Töchter mit ihm bekannt zu machen. Elizabeth nimmt das Ganze gelassener und sieht nicht ein, warum sie ohne Liebe heiraten sollte. Aber dann trifft sie einen Mann, der sie beeindruckt.

Meinung

Stolz und Vorurteil ist ein ganz wunderbares Buch, und das hatte ich ehrlich gesagt nicht erwartet. Natürlich ist es bereits über 200 Jahre alt und die Sprache erfordert etwas Konzentration. Aber die Charakterzeichnungen sind einfach nur gelungen. Die etwas überzogenen Aussagen und Handlungen der verschiedenen Figuren haben mich zum Lachen gebracht.

Die Handlung mag nicht so actionreich geladen sein wie die heutiger Romane. Dennoch geschieht eine Menge und nachdem ich mich eingelesen hatte, musste ich wissen, wie es weiter geht. Austen hält die Spannung hoch und fesselte mich ans Buch. Es geht um die Beziehungen zwischen den Menschen und die Liebe, die sich ihren Weg bahnt durch die damalige Gesellschaft.

Die Figuren sind wie gesagt höchst amüsant. Elizabeth selbst beobachtet die anderen und versucht, mit ihrer hochzeitswütigen Mutter, ihrem sehr ruhigen Vater, ihren unterschiedlichen Schwestern und den Männertypen ihrer Welt klarzukommen. Am lustigsten sind ihre Mutter, die sich die Welt dreht, wie sie ihr gefällt, und Mr. Collins, der absolut nicht merkt, wie er auf andere wirkt. Es ist wunderbar! :-D

Der Stil besteht oft aus längeren Sätzen und Passagen. Für heutige Verhältnisse wirken die wörtlichen Reden gestelzt, doch wenn man sich daran erinnert, dass der Roman 200 Jahre alt ist, kommt man gut damit zurecht. 

Insgesamt ist Stolz und Vorurteil ein tolles Buch über Menschen und über die Liebe, die sich nicht an Standesgrenzen hält. Es ist spannend, wie die Charaktere aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts denen unserer Zeit sehr ähneln. Und der romantische Aspekt dieser Geschichte hat mein inneres Mädchen vollauf zufrieden gestellt ;-)

Euch auch?

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!


Spoiler: Jane Austen: Stolz und Vorurteil



Jane Austen: Stolz und Vorurteil. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co KG. München. 1997. Welttag des Buches 2012 Ausgabe.
Originalausgabe: Pride and Prejudice. London. 1813.


Nachdem Mr. Darcy Elizabeth den Heiratsantrag bereits in der Mitte des Buches macht, fragte ich mich, was denn daraus nur werden soll. Ich konnte mir nicht vorstellen, was noch passieren sollte. Außerdem fiel ich völlig auf die Autorin rein und mochte den stillen, stolzen und hochmütigen Mann zunächst überhaupt nicht! Jane Austen hat mich völlig in die gedachten Richtungen gelenkt :-D

Lydias Flucht mit Mr. Wickham war ja schon fast zu spannend für diesen liebenswerten Roman! Sie gab der Handlung zum Höhepunkt hin einen richtigen Lauf.

Ich erinnere mich an die Szene, in der Bingley zurückkommt und Jane lieber am Tisch sitzen bleibt als ihn ankommen zu sehen. Elizabeth steht auf und geht zum Fenster. Wie nüchtern Austen beschreibt, dass Lizzy dann Mr. Darcy erkennt und sich ebenfalls wieder hinsetzt! Ich habe mich kaputt gelacht.

Mochtet ihr Mr. Darcy zu Anfang?


Dienstag, 23. Februar 2016

Drei Lesetipps im Februar



Ich habe im Bücherregal einer Freundin gewühlt und mir drei Exemplare von ihr empfehlen lassen. Die folgenden Bücher haben ihr sehr gut gefallen und weil sie meistens weiß, wovon sie redet, vertraue ich ihr da ;-)



Tipp 1
Die Vermessung der Welt von Daniel Kehlmann
In dieser Geschichte geht es um Gauß und Humboldt, die sich in Berlin kennenlernen. Abwechselnd werden Episoden aus deren jeweiligen Leben und wissenschaftlicher Arbeit erzählt.

Tipp 2
Haruki Murakami: Gefährliche Geliebte
Hajime lebt in Tokio und mit zwölf Jahren ist Shimamoto seine beste Freundin. Doch die zwei verlieren sich aus den Augen und Hajime entwickelt sich alleine weiter. Der Leser begleitet ihn durch sein Leben und verschiedene Beziehungen, aber Shimamoto weicht nie ganz aus seinen Gedanken.

Tipp 3
Carlos Ruiz Zafón: Der Schatten des Windes (Bild: Das Spiel des Engels, 2. Teil der Reihe)
In Barcelona entdeckt Daniel auf dem Friedhof der vergessenen Bücher ein Buch von einem unbekannten Autor. Er stellt Nachforschungen über den Mann an und das Buch verändert sein Leben. Diese eine Geschichte rund um Bücher möchte ich auch dieses Jahr noch lesen, sie steht schon ungeduldig in meinem Regal.
 
Vielleicht ist ja etwas für euch dabei und konnte euch inspirieren, nach neuem Lesestoff zu forschen :-)

 

Montag, 22. Februar 2016

Zitat zum Wochenstart

L.Frank Baum: The Wizard of Oz. Puffin Books. New York. 2013. 1st published 1900. Page 9.

Willkommen, ihr Hexen und Zauberer, in einer Welt voller Wunder.
Habt eine zauberhafte Woche!


Sonntag, 21. Februar 2016

Harper Lee: To Kill a Mockingbird



Harper Lee: To Kill a Mockingbird. Heinemann Educational Publisher. Oxford. Copyright 1960.
Deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört.

Wie mich ein Thema fesselte, das mich sonst kaum betraf





Handlung

Das Mädchen Scout und ihr großer Bruder Jem leben im US-amerikanischen Alabama der 1930er Jahre. Ihr Leben verläuft friedlich, doch der Konflikt zwischen Weißen und afroamerikanischen Menschen hat auch das kleine Städtchen erreicht, in dem sie leben. Ihr Vater, Atticus Finch, vertritt als Anwalt den dunkelhäutigen Tom Robinson, der eine weiße Frau vergewaltigt haben soll. Scouts heile Welt bekommt Risse, als sie feststellt, dass ein Mensch mit anderer Hautfarbe weniger wert sein soll. 



Meinung

Es ist schon eine Weile her, dass ich dieses Buch gelesen habe, aber die Gefühle, die es in mir auslöste, sind mir so präsent wie damals. Der Konflikt zwischen Weißen und Afroamerikanern ist mir in meinem persönlichen Leben noch nicht begegnet. Doch die Geschichte brachte ihn mir so nah wie irgend möglich. Ich versank in dem Buch und konnte nachvollziehen, was passierte.

Die Hauptfigur Scout führt den Leser durch das Geschehen. Dadurch bekommt die Geschichte eine Brille aufgesetzt, wir lesen durch die Augen eines kleinen Mädchens. Das hat mir jedoch ausgesprochen gut gefallen, denn die Unvoreingenommenheit und Naivität, mit der Scout den Fall ihres Vaters verfolgt, lassen eine nahezu objektive Sicht auf die Dinge zu. Atticus hat versucht, seine Kinder ohne Vorurteile zu erziehen, und so ist der Leser gemeinsam mit Scout irritiert und traurig über das Verhalten der Menschen. Atticus Finch ist die Vorbildfigur der Kinder, er versucht zu erklären und zu vermitteln. Wenn man mich fragt, ist er der väterliche Superheld der Literatur.

Die Handlung ist spannend, der Konflikt spitzt sich immer weiter zu. Besondere Dramatik entsteht durch Scouts Blick, die heranwächst in einer Umgebung, die sie oft nicht verstehen kann. In ihrem Leben gibt es natürlich auch noch andere Interessen und der Hauptkonflikt wird durch kleinere unterstützt, die Scouts Alltag betreffen.

Insgesamt haben deshalb vor allem der Stil und die Sicht der jungen Protagonistin das Buch für mich zu einem sehr guten Erlebnis gemacht. Die Figuren agieren wunderbar zusammen und alle Handlungen sind nachvollziehbar. 

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!


Spoiler: Harper Lee: To Kill a Mockingbird



Harper Lee: To Kill a Mockingbird. Heinemann Educational Publisher. Oxford. Copyright 1960.
Deutscher Titel: Wer die Nachtigall stört.

zum Haput-Post



Da es schon etwas her ist, dass ich es gelesen habe, hier erst mal nur zwei Situationen, an die ich mich besonders erinnere:
Boo Radley. Er ist definitiv einer der Helden der Geschichte und dass er Scout rettet, hat mich sehr berührt.
Die Szene, in der Scout vor dem Gerichtsgebäude auftaucht und durch einfache Fragen an die Männer zum Nachdenken anregt und die Menschen in die Herzen trifft, ging mir ebenfalls sehr nahe. 

Welcher Teil hat euch berührt?