Montag, 26. September 2016

Zitat zum Wochenstart

Dave Eggers: Der Circle. Verlag Kiepenheuer und Witsch 2014, 2015. Köln. Seite 327.

Wie furchtbar das wäre! Oder? Das Buch argumentiert, dass es jedem besser ginge und Verbrechen verhindert würden. Bisher. Ich hoffe, das ändert sich bald. Bisher ist da nichts abzusehen ...

Sonntag, 25. September 2016

Lesen: Mein Tee, mein Sofa, mein Kamin. Die Zelebration

September-Special

... oder wie ich mich richtig auf das Lesen vorbereite

Zum ersten Mal jährt sich das "Special" - vor zwölf Monaten habe ich das erste auf diesem Blog verfasst. Ich werde gerade fast wehmütig und nostalgisch angesichts der Zeit, die vergeht, und zum Beispiel wegen des Oktober-Specials letztes Jahr, da war ich in Kopenhagen - hach!
Nichtsdestotrotz.

Lesen ist nicht gleich lesen.

Der Alltag hat auch die Buchliebhaber fest im Griff, das Geld für die Lektüren will beschafft werden und die Zeit, die man unterwegs verbringt, summiert sich auf. Die ganz hart gesottenen Leseratten haben natürlich immer ein Buch in der Tasche, lesen im Zug, in der Bahn, sitzend und auch stehend. Manche können sich zwischen den Pendlern, Einkäufern und lauten Kindern tatsächlich noch auf die Geschichte konzentrieren. Die Mittagspause hält her, wenn das Buch gerade auf einem spannenden Höhepunkt ist. Ganz mutige können sogar im Gehen lesen und erreichen sicher ihr Ziel. Das ist nicht für jedermann etwas.

Man will das neue Buch aber auch bald durch bekommen, das nächste wartet schon im Regal oder auf dem Nachttisch, Freunde möchten wissen, wie man die Geschichte gefunden hat, der eigentliche Besitzer des Buches fragt, ob man schon fertig ist und es zurückgeben kann.
So quält man sich abends manchmal totmüde durch die Seiten, um doch weiterzukommen. Manchmal sitzt man fertig vom Tag vor dem Fernseher und hat fast ein schlechtes Gewissen, nicht zu lesen. Dass das nicht sein muss, denn jeder kann ja machen, was er will, darüber streiten wir nicht. Jetzt gerade denke ich, statt mich hier über das Lesen auszulassen, könnte ich es auch einfach tun.

Hier sprechen wir heute aber nicht von diesem gezwungenen Galopp durch die Regale, von einem anstrengenden Marsch über die Gipfel der Literatur. Nein.

Wir zelebrieren das Lesen.

Denn es ist nicht nur Zeitvertreib, soll nicht ermüdend sein. Es ist Träumen, Abenteuer, Abschalten. Lesen, was man lesen möchte, und erleben, was man erleben will. Wir nehmen die Bücher, die uns wirklich interessieren, und dann bereiten wir Bücherwürmer uns vor. Zum Prozess gehört so einiges dazu, die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Eine Party bereitet man doch auch vor, auf einen Trip geht man nicht ohne Gepäck.

Ich habe ein paar Freunde in einer Nachricht aufgefordert: "Werft doch mal wahllos Dinge in den Raum, die für euch zum Lesen dazugehören." Folgendes kam dabei rum:

M: Bett  😂
N: Tee und eine Kuscheldecke
S: Am Buch riechen  😁
N: Diese perversen immer  😉 😜
S: Und ein buch
L: Kuscheldecke, Tee und Lebkuchen bzw Plätzchen im Winter. Balkon, Eistee, Obstsalat im Sommer ;)
N: Jogginghose
J:  Heißer Kakao mit Amaretto :-P Und eine Decke und Regen und Gewitter draußen und nen Kamin
JK: Couch
H: Nur der Text in egal welcher Form, mehr brauche ich nicht...
SN: Papier, ich bin Old School  😂
L: Jaa, definitiv nur Papier! :)
LS: Daumen Hoch.
JK: Und Bier haha. Eine kuschelige gemütliche Decke darf nicht fehlen
A: Kuschelbett, alternativ Sandstrand und Sonne und zur Not tuts auch ein Sitzplatz im Zug
E: Das Buch reicht mir. Egal wo, ob im Bett oder in der Bahn  😆 Eins ist in der Regel immer dabei.
V: Badewanne, Toilette 😆

Die Vorstellungen driften ein wenig auseinander, der allgemeine Tenor aber zielt auf eine gemütliche Atmosphäre mit einem passenden Getränk ab. Ganz meine Meinung!
Manche Leute lesen, indem sie das Buch aufschlagen. Eine merkwürdige Sache! ;-)
(Zugegeben, an manchen Tagen beneide ich die Überall-Leser ...)

Das Ganze funktioniert völlig anders: Zunächst muss das Buch ausgewählt werden. Man kann natürlich das Current Read weiterverfolgen. Wenn das aber eventuell nicht so zusagt oder man gerade fertig ist, erfolgt erst einmal die Wahl der Lektüre. Das kann dauern! Welche Stimmung haben die Bücher? Welche ich? Was passt zusammen? (Über E-Books müssen wir hier gar nicht reden. Was soll das für eine Stimmung sein, wenn ich nicht am Buch schnüffel kann? :-P) Mit dem Auserwählten in der Hand geht es weiter.

Dann die wichtigste Frage überhaupt: Wo lese ich? Meine Nummer eins ist mein Bett. Mit Kuscheldecke natürlich. Wahlweise funktionieren andere Orte auch, das Sofa (nach Möglichkeit vor dem Kamin, angezündet), ein gemütlicher Sessel oder der Sandstrand, wenn erreichbar. Bisweilen plagt den gemeinen Bücherwurm gutes Wetter. Dann fasst er sich ein Herz und baut seinen Leseplatz in der Außenwelt auf. Aber eigentlich gehören Regen und Gewitter zum Lesen, wie J schon sagt ;-) Der leidenschaftliche Leser legt jetzt das Buch schon mal ordentlich hin.

Wetter ist auch ein gutes Stichwort: Passend dazu muss ein Getränk ausgewählt werden. Ist es warm, kommt das kühle Bier oder ein frischer Saft infrage. Ist es kühl, der Lieblingstee, mit einem Löffel Honig. Die Tageszeit kann auch eine Rolle spielen, am Morgen tut da ein Kaffee gut. Im Winter spielen die kuschelige Decke und dicke Socken eine große Rolle in der Sache. Für den ein oder anderen stehen neben dem Getränk die obligatorischen Kekse oder Ähnliches. Hübsch angeordnet und im Sitzen oder Liegen erreichbar, das ist wichtig!

Umschauen. Alles da? Decke, Kissen, Getränk, Buch, ja auch das Handy. Noch einmal zur Toilette. (Wahlweise dort mit dem Lesen beginnen, wie V es tut ;-)) Inzwischen kann eine gute halbe Stunde vergangen sein. Bei schwieriger Buchauswahl auch mehr.

Hinsetzen und mit dem Hintern rumrutschen, bis man eine gemütliche Position gefunden hat. Kommt man noch ohne Anstrengung an die Verpflegung? Gut. Jetzt das Buch in die Hand nehmen. Nein, nein, nicht aufschlagen. Seid ihr verrückt? Angucken, anfassen. Sich freuen. An den Seiten riechen. Dann aufschlagen. Von innen riechen, vielleicht ist der Duft da anders? Sich das Lesezeichen anschauen und über hübsche Exemplare freuen. Es ordentlich neben sich legen.

Tief durchatmen.

Und los.

video

Montag, 19. September 2016

Zitat zum Wochenstart

Marissa Meyer: Winter. Feiwel and Friends. New York. 2015. Page 494.

Irgendwie ... ist diese Zeile, die Winter immer singt, für mich zum Inbegriff der Geschichte geworden. Die Verrücktheit, die die Luna-Fähigkeit auslöst, bei allen Menschen, die Wölfe, die jagen und beschützen, der Aufruf, etwas zu unternehmen ... Ach wie ich wünschte, die Bücher nochmal zum ersten Mal lesen zu können! :-D

Schöne neue sieben Tage euch!

Sonntag, 18. September 2016

Drei Lesetipps im September

So langsam neigt sich der Sommer samt gutem Wetter dem Ende zu. Da verkriecht man sich doch gerne im Bett oder auf der bequemen Couch und schnappt sich einen Schmöker. Von einer lieben Freundin, die ich auf meiner Urlaubs-Rundreise durch halb Deutschland besucht habe, habe ich drei neue Buchtipps eingeholt. Hier stelle ich sie euch vor:



Sam Baker: Die besten Freunde meines Lebens

Die wichtigsten Teile ihres Lebens will Nicci nach ihrem Tod sicher verwahrt wissen. Sie ist unheilbar krank und vererbt ihren drei besten Freundinnen alles, was sie hat: Die eine bekommt ihren Garten, die andere ihre Zwillingstöchter und die dritte ihren Mann. Nicci geht und hinterlässt ein riesiges Durcheinander in den Leben ihrer Lieben









Guillaume Musso: Vielleicht morgen

Emma und Matthew sind beide allein. Sie lebt in New York und verkraftet ihre letzte Trennung, er wohnt in Boston und muss sich als Witwer um seine Tochter kümmern. Die beiden wissen nichts voneinander. Dann besucht Matthew einen Flohmarkt und kauft etwas, das ihn in Emmas Leben bringt.










 Robert Galbraith: Der Seidenspinner

Hierbei handelt es sich um den zweiten Teil der Krimis rund um Cormoran Strike. (Die Freundin hat den ersten Teil nicht dagehabt, die Empfehlung hat sie aber für beide Teile ausgesprochen ;-)) Der Schriftsteller Owen Quine ist verschwunden und seine Frau macht sich große Sorgen. Strike stellt Ermittlungen an, die ihn zum neuen Manuskript des Autors führen. Eine Geschichte, die von den Menschen aus Quines Leben handelt und so einige Geheimnisse aufdeckt. Jeder hätte ein Motiv ...





Vielleicht ist ja etwas für euch und die kürzer werdenden Tage dabei :-)

Samstag, 17. September 2016

Samstags-Erinnerung



Vor einem Jahr war ich mit Freunden in Kopenhagen und wir haben weitere Freunde aus Dänemark dort getroffen. Die Stadt ist total schön und lohnt einen Besuch total! Wir hatten Glück, auch noch so schönes Wetter zu haben :-) Urlaub mit Freunden, die man lange nicht gesehen hat, sind etwas wunderbares!

Dienstag, 13. September 2016

Marissa Meyer: Winter und die Lunar Chronicles

Marissa Meyer: Winter. Macmillan Publishers. New York. 2015.

Vierter Teil der Lunar Chronicles.

Zum ersten Teil: Cinder
Zum zweiten Teil: Scarlet
Zum dritten Teil: Cress

Enthält Spoiler zu den ersten drei Teilen.






Wie Marissa Meyer Cinder, Scarlet, Cress und Winter in mein Herz schrieb. Und Kai.

Handlung

Nachdem Cinder und ihre Freunde Kai erfolgreich gekidnappt haben, schmieden sie auf dem Rampion Pläne, wie sie Levana von ihrem Mond-Thron stürzen können. Gleichzeitig wird die vierte und letzte Hauptfigur vorgestellt: Winter, die wunderschöne Prinzessin Lunas. Levana ist voller Neid, Hass und Angst, Winter könnte ihr den Thron streitig machen, weil die Mondbewohner sie lieben. Winter selbst freundet sich mit Scarlet an, die immer noch eine Gefangene auf dem Mond ist. Cinder, Throne, Cress, Wolf und Iko machen sich auf den Weg nach Luna und wollen die Tyrannenherrschaft von Innen stürzen. Natürlich stellen sich ihnen viele Hindernisse in den Weg und die Freunde erkennen, wozu Levana fähig ist.

Meinung

Ich habe mich verliebt. In die Lunar Chronicles. Wie bereits dreimal in den vorherigen Rezensionen geschrieben, finde ich die Mischung aus Märchen, Science-Fiction, Abenteuer und Dystopie einfach nur super gelungen und wahnsinnig spannend! Zu Anfang hat mich die Gabe der Mondbewohner etwas gestört und ich fand sie doch zu weit hergeholt. Aber wenn man das akzeptiert erkennt man, welche wunderbaren Plot-Möglichkeiten sich dadurch ergeben!

Die Handlung ist sehr spannend und besagte Hindernisse, die die Figuren überwinden müssen, sind sinnvoll, passen in die Geschichte und scheinen unmöglich zu meistern. Zwischendurch hat sich die Story ein wenig gezogen und ich dachte „Och, nicht noch ein Umweg!“. Aber das ging schnell wieder vorbei, jede Wendung bringt wichtige Ereignisse mit sich. Was soll ich nach den drei vorigen Bänden noch groß zur Handlung sagen? Wir steuern mit aller Kraft auf das Finale zu. Typisch halt. Aber gut.

Viel lieber möchte ich über die Figuren schreiben. Denn ich liebe sie alle. Marissa Meyer wechselt oft die Perspektive zwischen den vier weiblichen Hauptcharakteren und auch zwischen den männlichen Gegenparts sowie Levana. Dabei schafft sie es, diese Blickwinkel und Figuren glaubhaft rüber zu bringen und jedem seine positiven und negativen Eigenschaften zuzuschreiben und mit ihnen zu spielen. Aus Cinders Sicht ist die Geschichte ein Problem, ein Labyrinth, das gelöst werden muss. Aus Scarlets Sicht ein Chaos, durch das man sich schlängeln muss. Cress kommt die Welt etwas groß vor, nachdem sie auf dem Satteliten gewohnt hat, und wir müssen sie erst mit ihr erobern. Und Winter ist selbst das Chaos. Sie ist verrückt, weil sie ihre Kräfte nicht einsetzen will. Dass sie ihre Gabe nicht benutzt führt zu Halluzinationen und merkwürdigem Verhalten. Das macht sie sehr liebenswert und wenn die Kapitel aus ihrer Sicht geschrieben sind, ergibt ihr Verhalten durchaus Sinn.

Die Geschichte lebt in großen Teilen von den Beziehungen zwischen den Figuren. Cress, die versucht, keine Gefühle für Thorne zu haben und Thorne, der sich seine Gefühle für Cress nicht eingestehen will. Scarlet, die ganz gut damit leben kann, einen Halbmenschen zu daten, und Wolf, der nichts anderes will als seine Alpha-Wölfin zu beschützen. Im vierten Buch sind es Winter und Jacin, und die zwei sind einfach zum Anbeißen! Meine liebsten beiden aber sind und bleiben Cinder und Kai. Ich liebe es, wenn sie streiten :-D Sie sind beide dickköpfig und versuchen, diplomatisch zu sein. Sie sind eigenständig und würden die Welt auch jeweils alleine retten wollen, und wenn sie zusammen sind trauen sie sich doch nicht ganz, dem anderen alles preiszugeben.

Rasant geht es auf den Höhepunkt zu. In den vorigen Büchern wurde bereits erklärt, worum es geht. Die Erde wird von Levana angegriffen, sie hat eine Epidemie über den blauen Planeten gebracht und Cinder hat sich dazu entschieden, mit ihren Freunden ihr Recht auf den Thron als Selene zu erkämpfen, um Luna und die Erde vor Levana zu schützen. Dystopien sind ja mein liebstes Genre und mir gefallen einige Ideen der Serie total gut, zum Beispiel die Cyborgs, die in der Gesellschaft nicht gut angesehen sind, die Tyrannen-Herrschaft Levanas und die Manipulation der Mond-Bewohner, die damit einhergeht.

Die Themen bewegen sich zwischen bösem Antagonisten, der besiegt werden muss, Beziehungen und Liebe, Freundschaft und Mut, Verlieren und Gewinnen, über sich selbst hinauswachsen und einer Tyrannenherrschaft in einer dystopischen Zukunft. Gleichberechtigung und Freiheit müssen erkämpft werden. Meine Lieblingsthemen kommen vielleicht etwas zu kurz, die Unterdrückung der Gesellschaft durch zukünftige Mächte, die unsere weitaus überschreiten (:-D), ein Zusammenstoß verschiedener Gruppierungen, Schwierigkeiten, Gut und Böse zu erkennen – diese Themen waren in den vorigen Büchern präsenter. Hier geht es darum, den Kampf zu Ende zu führen.

Insgesamt handelt es sich also um das fulminante Finale einer wunderbaren Serie. An Action und Gefühlen wird hier nicht gespart, Wendungen und Hindernisse en masse. Winter mag ich besonders gerne, denn mit ihrer liebenswürdigen Verrücktheit komplettiert sie das weibliche Quartett. Meine Lieblingsfigur aber ist und bleibt Kai. Weil er so beherrscht und intelligent und gleichzeitig so unsicher und humorvoll ist.

Wer schon die ersten drei Teile gelesen hat, sollte sich den vierten Teil nicht entgehen lassen. Immerhin mündet alles in die Ereignisse dieses Bandes. Und Winter müsst ihr unbedingt kennenlernen ;-)

Weitere Gedanken zum Buch und zur Reihe: Achtung, Spoiler!

Spoiler: Marissa Meyer: Winter und die Lunar Chronicles

Marissa Meyer: Winter. Macmillan Publishers. New York. 2015.

zum Haupt-Post

Achtung, Spoiler!

Ich muss sagen, Scarlet kam mir insgesamt ein wenig zu kurz. Im zweiten Teil war sie mir so sympathisch, weil sie sagt, was sie denkt. Dass sie dann so lange auf Luna gefangen ist, ist etwas schade. Schön ist es allerdings, dass Winter und Scarlet sich anfreunden. Die zwei passen so gar nicht zusammen und können sich doch gut leiden. Ich liebe es, wenn Scarlet sagt „Hey, crazy!“

Seit ich das Buch zu Ende gelesen habe, habe ich einen Ohrwurm davon, wie Winter „And the wolfs all howl Aaooohh“ singt, dabei weiß ich gar nicht, wie sich das anhört :-D Hach, sie ist einfach so wundervoll verrückt und dabei so liebenswürdig, weil sie ein guter Mensch ist. Ich verstehe, was Jacin in ihr sieht. Was sie in ihm sieht, da bin ich unsicher.

Aber Cinder und Kai – die beiden sind allererste Sahne. Die Dialoge zwischen den beiden sind sehr gut gelungen, beide befinden sich auf gleicher Höhe und halten Schlagabtausch und machen Witze. Gleichzeitig können sie ernste Themen besprechen und sind bis zum Ende so niedlich unsicher in der Gegenwart des anderen. Die Szene zum Schluss ist genial! Wie Kai vor ihr kniet, um ihr dann den Cyborg-Fuß zu geben! Es ist genau richtig, dass er nicht um ihre Hand anhält. Die zwei sind sechzehn und achtzehn!

Und mein Herz ist aufgegangen bei diesen vier süßen Beziehungen! Ja, eigentlich bin ich Verfechter von (realistischen) nicht so romantischen Plots, in denen sich die Leute erst mal ordentlich kennen lernen und es auch nicht unbedingt so super knutschi enden muss. Vielleicht liegt es hier daran, dass ich die Charaktere einzeln so toll finde und Marissa Meyer sie wirklich gut zueinander geschrieben hat. Sie agieren alle auch einzeln und selbstständig und werden von ihren Gegenparts unterstützt. Sie verlassen einander, wenn es wichtig ist für die Umsetzung des Welt- und Mondrettungsplans. Cinder riskiert, dass Kai sie nicht mehr leiden kann, weil sie ihn kidnappt und gegen Levana einsetzt. Aber meine Güte, sind die alle süß!

Ach und Kai! Ein perfekter Typ, der immer das Richtige sagt und stark und einfühlsam ist! Kein Wunder, dass die YA-Leserinnen hohe Erwartungen an die Männerwelt haben. Wir erwarten jetzt halt, dass sich die Männer schlau und gewitzt und liebevoll und mutig und ein bisschen verrückt und lustig und neckisch und durchdacht und gefühlvoll und empathisch und stark verhalten. Und die Mädels im Gegenzug dürfen sich verhalten, wie sie möchten. So! :-D Also, eine wunderbare Figur, der ich das alles auch noch abkaufe, weil sie authentisch rüberkommt. Weil Kai auch mal an sich zweifelt und Unterstützung braucht.

Wie gesagt, die Kräfte der Mondbewohner waren mir zu Anfang etwas suspekt. Woher haben die die eigentlich? Aber dadurch sind unglaublich tolle Konflikte und Twists möglich! Dass Scarlet Wolfs Bruder für ihre Großmutter hält (ich habe schon seinen Namen vergessen …), dass Winter Jacin und sich rettet, weil sie Scarlet kontrolliert, dass Cinder und Levana sich diesen Schlagabtausch liefern, dass die Wolf-Soldaten überhaupt die Erde angreifen, dass Thorne Cress sagt, er liebt sie, dass Kai am Anfang so misstrauisch ist. Alles halt.

Und dass Levana die Epidemie, die Pandemie absichtlich über die Erde gebracht hat, da wäre ich auch nicht drauf gekommen. Im Nachhinein liegt es total nahe, aber ich war schon überrascht, auch positiv vom Plot in dem Sinne. Man fragt sich danach ja immer – „Warum habe ich mir das nicht gedacht?“ Meine Mutter ist ja so eine, die hätte es direkt von Anfang an gewusst. Die wusste auch von Ron und Hermine. (Wer Harry Potter noch nicht gelesen hat, muss mit Spoilern leben, sorrynotsorry.) Naja, ich schweife ab.

Das waren jetzt auch genug Gedanken zu der Reihe. Das Ganze ist hier eh schon zu romantisch und gefühlsduselig geworden. Was denkt ihr über die Reihe? Wen mögt ihr, wen nicht? Lest ihr den fünften Teil über Levana?

Samstag, 10. September 2016

Samstags-Erinnerung


Ich war mit einer Freundin unterwegs im botanischen Garten - bei dem Wetter haben wir einfach nur geschwitzt in den tropischen Gärten zwischen dem Grünzeug, den Palmen und diesem kleinen Kerl hier. Er saß da einfach und posierte für die ganzen Kameras und schien das zu genießen :-D
Es war ein richtig schöner Tag! Ich hab mich endlich wieder wie in den Subtropen gefühlt ;-)

Dienstag, 6. September 2016

Gegensätze ziehen sich an: Heute ist ...

... sowohl Kämpfe-gegen-die-Prokrastination-Tag als auch Lies-ein-Buch-Tag :-D Man erkläre mir, wie ich da beides unter einen Hut bringen soll!
Vielleicht habt ihr ja mehr Erfolg und habt etwas geschafft UND gelesen. Zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen, quasi.

Montag, 5. September 2016

Zitat zum Wochenstart

Roald Dahl: Matilda. Puffin Books. New York. 2013.Originally 1988. Page 11.
Und welche Ziele erreichen wir diese Woche?
Schöne neue sieben Tage euch!

Samstag, 3. September 2016

Samstags-Erinnerung

Zwischendurch haben wir den Gardasee auch für einen Kurztrip nach Verona verlassen. Oh, so eine schöne Stadt! Viele bunte Häuser mit Verzierungen, kleine Gässchen und süße Cafés! Richtig romantisch! Ich habe mich verliebt! Die Stadt lohnt sich definitiv für einen Besuch. Auch dann, wenn er kurz ist! :-)

Rückblick August - Ausblick September

Neuer Monat, neuer Lesespaß!
Im August war ich zwei Wochen im Urlaub und konnte mich nicht so gut um den Blog und mein kreatives Tun kümmern. Denn ich habe mich mal um mich selbst bemüht und einfach nur entspannt! Man sollte meinen, dass ich dabei viel gelesen habe, aber geschafft habe ich nur halb Winter. Es ist aber auch ein dickes Buch :-D Ich habe mir jetzt in den Kopf gesetzt, es erst zu Ende zu lesen, bevor was anderes dran kommt. Es ist wirklich toll, aber es passiert so viel, dass ich etwas länger brauche. Ihr könnt ja mal die Rezension von dem ersten Teil von Marissa Meyer, Cinder, lesen.


Aber der Reihe nach:

Der August begann mit Harry Potter, der ja seinen Geburtstag mit Joanne K. Rowling am 31. Juli teilt. Da kam "Harry Potter and the Cursed Child" raus und das musste ich natürlich sofort lesen!

Auch das Special dreht sich um die Zauberwelt: Ich habe quasi eine Liebeserklärung an das Harry-Potter-Universum geschrieben und einen kleinen Erklärungsversuch gestartet, warum es mich so fasziniert. Wer liebt es noch so? ;-)





Auf Instagram hatte ich zuvor meine 25 liebsten Bücher vorgestellt und euch die Fotos hochgeladen. Schaut doch mal vorbei und lasst euch inspirieren :-)

Die Lesetipps im August stammen von einer Freundin und ihrem Freund, die ich schon sehr lange kenne und immer wieder gerne nach ihrer Meinung frage.



Im September werde ich zunächst Winter weiter lesen. Mit den Clockwork Readers lesen wir Bücher von Roald Dahl, denn er wäre am 13. September 100 Jahre alt geworden. Ich habe mich für Matilda entschieden.

Auf meinem SuB liegen außerdem Der Circle von Dave Eggers sowie Blinde Vögel und Stimmen von Ursula Poznanski. Und der Wizard of Oz liegt hier auch noch. Was mich auch jede Woche aufs Neue fesselt ist die dritte Staffel The 100, die ich immer aufgeregt schaue! Ich könnte auch online und auf Englisch schauen, aber irgendwie ist es schön, sich jeden Mittwoch auf ein neues Abenteuer zu freuen.

Für das Special habe ich ebenfalls Pläne und auch die drei Lesetipps im September warten nur noch darauf, enthüllt zu werden! Und von meinem Urlaub und dem Besuch bei einem ganz bestimmten Balkon erzähle ich euch auch noch.

Jetzt klappe ich den Laptop wieder zu und lese weiter, damit das hier nochmal was wird.

Donnerstag, 1. September 2016

Auf zu Gleis 9 3/4

Heute ist der erste September: Alle los zu Plattform 9 3/4 und in den Zug! Der Hut erwartet euch ;-)