Montag, 13. November 2017

Drei Lesetipps im November

Die drei Bücher, die ihr diesen Monat vorgeschlagen bekommt, habe ich in einer fast bücherlosen Männer-WG ohne jegliche Dekoration gefunden – sie müssen also irgendwie gut sein, weil sie noch nicht im Müll gelandet sind oder anderweitig missbraucht wurden ;-)



Max Brooks: Der Zombie Survival Guide
Wie überlebt man unter Zombies? Wer sich diese Frage schon immer gestellt hat oder einfach für den Ernstfall gerüstet sein möchte, sollte sich dieses Buch zulegen. Der humoristische Ratgeber erklärt alles, worauf es ankommt, wenn The Walking Dead kommen. Praktisch im Taschenbuchformat zum in jede Apokalypse mitnehmen. 

Hilary Norman: Shimmer
Hierbei handelt es sich um den dritten Thriller-Titel rund um den Polizisten Sam Becket. Während er den Täter mehrerer grausamer Morde jagt, gerät seine Familie in Gefahr. Er muss nicht nur einen Mörder finden, den niemand gesehen hat, sondern auch seinen Sohn retten. Ein Thriller für zwischendurch zum Runterlesen.

Philip K. Dick: Blade Runner
Ja, auch dieser Science-Fiction-Klassiker beruht auf einem Buch. Erstmals unter dem Titel Träumen Andrioiden von elektrischen Schafen? veröffentlicht, spielt die Story in einer Zukunft, in der Androide unter den Menschen leben. Diese Androide werden als Gefahr angesehen und müssen eliminiert werden. Doch wer ist Mensch und wer nicht? Und wer verdient es, Mensch genannt zu werden? Ein Roman um Ethik in der Technik.

Dienstag, 31. Oktober 2017

Drei Lesetipps im Oktober

Die drei Oktober-Lesetipps stammen von meiner Tante und sind alle von einer Autorin, die sie empfehlen möchte: Dora Heldt. Wer die Bücher noch nicht oder nur teilweise kennt, findet hier ja vielleicht neuen Lesestoff :-)



Böse Leute
In diesem Krimi steht die Polizei bei einer Reihe Einbrüchen ratlos da. Alleinstehende, ältere Damen werden beklaut. Karl Sönnigsen, gerade aus dem Kommisariat in Rente gegangen, möchte helfen. Als die Polizei ihn nicht lässt, stellt er eben mit drei Freunden ein eigenes Ermittlerteam zusammen. Die vier Rentner machen auf ihre Art schon bald erste Entdeckungen.

Kein Wort zu Papa
Eine Pension zu leiten, das kann nicht so schwer sein. Als Christine jedoch für ein paar Tage für ihre Freundin Marleen einspringt wird schnell klar: Doch, das kann es. Schon bald herrscht Chaos in der Norderneyer Pension und dann stehen mit einem Mal Christines Eltern vor der Tür. Und was macht Marleen eigentlich so lange in Dubai?

Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt
Doris wird 50. Und als sie von der geplanten Party ihres Mannes für sie erfährt, schnappt sie sich kurzerhand zwei Schulfreundinnen und fährt mit ihnen in ein Wellnesshotel. Aber auch vor den Saunatüren machen die Probleme, Ängste und Sorgen nicht halt. Die drei Freundinnen geraten aneinander und ein Geheimnis wird gelüftet.


Samstag, 28. Oktober 2017

FBM17: Jessys Buchmesse

Oktober-Special

Ich war dieses Jahr natürlich auch auf der Buchmesse – das lasse ich mir doch ungern nehmen ;-) Es war jedoch ein etwas merkwürdiges Jahr, wie ihr wisst. Auch ich selbst war an meinem ersten Tag, dem Freitag, irgendwie durcheinander und habe mich, eigentlich untypisch für mich, mehrfach in Halle 3.0 verlaufen :-D Da bin ich frustriert erst Mal in Halle 3.1 hoch zu meinen ehemaligen Kollegen und direkt rein in den Hintergrund eines Videodrehs bestimmter politisch geneigter Menschen.
Eine Buchmesse ist nicht der Ort für radikale Hetze oder körperliche Auseinandersetzungen. Diesen Ort gibt es davon abgesehen auch nirgendwo anders. Punkt. Öffentliche Meinungsäußerung ist eine andere Frage, Meinungsfreiheit kann eben niemanden ausschließen, aber vieles sprengte den Rahmen der guten Erziehung.
Darüber muss und will ich hier aber nicht diskutieren, auch wenn eine Nicht-Erwähnung mir falsch vorkam.

Kommen wir zu meinen Messeeindrücken, und die gebe ich euch in Fotos :-)

Ahh, das Messegelände! Mit seinen Hallen (ja, natürlich trieb ich mich weitestgehend in Halle 3 und 4 rum), seinen vielen verkleideten Cosplayern und diesen wunderbaren Personenbeförderungsbändern :-D
Als ich mal eben beim Schicksalsberg vorbeigelaufen bin, traf ich auch gute alte Bekannte.





In Halle 3.0 wäre ich fast an Ursula Poznanski vorbeigerauscht, die gerade ein Interview zu ihrem neuen Buch mit Arno Strobel gab. Die beiden zusammen habe ich noch nicht gelesen, aber Poznanskis Bücher liebe ich sehr! Außerdem ist sie eine sehr sympathische und nahbare Autorin, deren Interviews man sich sehr gut anhören kann.






Bei Paul Maars Lesung aus seinem neuen Buch Das Sams feiert Weihnachten schickte der Autor mich auf eine Reise in meine Kindheit. Der fast 80-Jährige Kinderbuch-Erträumer konnte mich mit seiner Stimme und den liebevollen Witzen im Buch direkt ins Sams-Universum zurückholen. Seitdem warte ich wieder darauf, dass Sonntags die Sonne scheint, Montags Herr Mohn kommt ... ihr wisst, was ich meine. Besonders schön auch die Glückwunsch-Aktion vom Oetinger-Verlag.




Ganz besonders bewegt haben mich die Reden von Margaret Atwood und ihrer Laudatorin Eva Menasse anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Bücher und Kunst im Allgemeinen sind wichtig, sie sind Meinungsbilder und -überbringer, sie eröffnen Autor und Leser die Möglichkeit, sich mitzuteilen und zu verstehen, Perspektiven einzunehmen und Intentionen auf die Realität zu übertragen. Bald könnt ihr die Reden auf friedenspreis-des-deutschen-buchhandels.de nachlesen.




Den Gastland-Pavillon habe ich wie jedes Jahr nur kurz besuchen können. Ich glaube, wenn man sich mehr Zeit dafür nimmt, kann man das lesende Frankreich und jedes andere Gastland ganz wunderbar näher kennenlernen. So konnte ich nur Details wahrnehmen.


Und dann bin ich noch zufällig in Udo Lindenbergs Show geraten, für die ich dann unbedingt stehenbleiben musste. Eigentlich war ich schon auf dem Weg von der Messe, aber für diesen Künstler gebe ich gerne meine Zeit. Einfach cool, würde ich sagen ;-)


















Aber das Beste an Frankfurt an sich waren natürlich die Menschen, die ich wiedergesehen habe :-) 

Instagram:@library_of_imaginations und @sarahfriedz

Wie war eure Messe? Was hat euch gefallen? Und geht ihr nächstes Jahr wieder? Oder dann zum ersten Mal? 


Mittwoch, 27. September 2017

Drei Lesetipps im September

Diesen Monat kommen die Lesetipps von einer lieben Freundin, mit der ich Literatur studiert habe. Sie liest also sehr gerne und weiß, wovon sie spricht ;-)


Robert Galbraith: Die Ernte des Bösen

Als Erstes ein gut bekannter Autor ;-)
Mit dem ersten Band Der Ruf des Kuckucks gingen die Fälle des Privatdetektivs Cormoran Strike los.
Dieses Buch hier ist der dritte Band um den ehemaligen Soldaten und wer den ersten Teil mochte, bekommt hier von meiner Freundin empfohlen, weiterzulesen. Gemeinsam mit Sekretärin Robin versucht er, das Rätsel um ein abgetrenntes Bein in einem Paket zu lösen. Dabei kann er sich nicht mehr auf die Hilfe der Polizei verlassen und muss auf eigene Faust losziehen.



Andreas Ezquierdo: Das Glücksbüro

Albert Glück ist glücklich. Sein Leben ist genau so, wie er es haben möchte: durchgeplant und berechenbar, ganz wie seine Arbeit. Im Büro bearbeitet er Anträge und fühlt sich wohl. Bis ein Schreiben eintrifft, mit dem er nichts anzufangen weiß. Was tun mit einem Fall, der nicht im Handbuch beschrieben steht? Und was tun mit dieser Frau, die ihm den Antrag immer wieder schickt?









Mark T. Sullivan: Panic

Hirschjagd in Kanada – für manch einen ein Hobby. Acht zahlende Gäste machen sich auf die Jagd nach dem Großwild, aber es dauert nicht lange, bis sie zu den Gejagten werden. Abgeschnitten von der Zivilisation bekommen sie es mit einem unheimlichen Gegner zu tun. Diana, die einzige Frau unter den acht Jägern, glaubt zu ahnen, was der Täter plant.



Vielleicht ist ja etwas für den ein oder anderen dabei :-)

Montag, 25. September 2017

Zitat zum Wochenstart

HBO Game of Thrones, an adaptation of George R.R. Martin's A Song of Ice and Fire
Das wirkt gar nicht wie die schlechteste Idee.
Ich starte in die erste Woche nach meinem irren Game of Thrones Binge Watching – 67 Episoden in 23 Tagen :-D Und jetzt habe ich einen Serien-Hangover.
Ich wünsche euch eine schöne neue Woche, möglichst ohne Story-Hangover. Wobei das ja nicht das schlimmste Gefühl ist ;-)

Dienstag, 19. September 2017

Amy Ewing: Das Juwel – Der schwarze Schlüssel

Dritter Teil der Juwel-Reihe – enthält Spoiler zu den ersten beiden Bänden
Zum ersten Teil: Das Juwel – Die Gabe
Zum zweiten Teil: Das Juwel – Die Weiße Rose






Wie ich nicht überrascht war

Handlung

In den Anstalten werden die letzten Mädchen als Paladininnen rekrutiert. Violet und ihre Verbündeten bereiten einen Angriff auf das Juwel und den Adel vor. Doch dass Hazel von der Herzogin gefangen gehalten wird, lässt Violet nicht schlafen, und so macht sie sich auf den Weg zurück in die Stadt. Dort erwartet sie das luxuriöse Adelsleben, während immer neue Nachrichten von Anschlägen zu ihr dringen. Sie plant, Hazel zu befreien und dann mit ihren Verbündeten die Stadtmitte am Auktionstag anzugreifen.

Meinung

Das fulminante Finale der Juwel-Trilogie schließt die Geschichte um Violet und Paladininnen actionreich ab. Fast direkt zu Anfang kehrt Violet zurück ins Juwel – was mir sehr gut gefallen hat. Ansonsten endet dieser dritte Band ganz typisch für eine Dystopie: Mit dem aufregenden Angriff der Rebellen.

Die Handlung nimmt im Gegensatz zum zweiten Teil wieder an Fahrt auf. So schön es draußen in der Weißen Rose umgeben von Natur auch ist, so wenig spannende Handlung gab es dort. Deswegen bringt Violets Aufbruch zurück ins Juwel wieder Fahrt in die Story. Der Leser begleitet sie bei gefährlichen Aktionen auf der Suche nach ihrer Schwester, Geheimtreffen mit Lucien und Kontaktaufnahme mit ihren Verbündeten. Der Kampf gegen den Adel spitzt sich zu und alles läuft auf ein spektakuläres Ende hinaus. Am Spannungsbogen habe ich nichts auszusetzen.

Die Figuren sind die altbekannten. Keiner von ihnen zeigt sich überraschend vielseitig, allerdings ist es der Story und dem Genre geschuldet, dass die Geschichte eher actiondriven und handlungsbetont ist.

Die Wendung um die Paladininnen im zweiten Teil hat mich überrascht und irritiert. Im dritten Teil gewöhnt man sich an die plötzliche Hinwendung zur Natur und die magischen Kräfte der Mädchen. Auch wenn sie mir immer noch irgendwie fehl am Platze vorkommen.

Der dritte Teil ist also wieder spannend und spielt im Juwel. Ansonsten habe ich ein paar Wow-Effekte vermisst oder total überraschende, weltverändernde (zumindest die Welt im Buch) Entdeckungen.

Das Juwel – Der schwarze Schlüssel ist ein angemessenes Finale. Wer die zwei vorigen Bände mochte, kann sich den dritten nicht entgehen lassen. Und auch wer, wie ich, vom zweiten Teil nicht ganz überzeugt war, kann sich auf einen dritten freuen, der dem ersten in Spannung und Handlung wieder gleichkommt.
 

Freitag, 1. September 2017

Zurück nach Hogwarts

September-Special

1. September 2017
Zum Abreisetag ein paar zusammengestümperte Zeilen, eine Hymne auf die Schule für Hexerei und Zauberei! Das Reimschema ist etwas inkonsequent und Duktus sowie Metrik sind an manchen Stellen etwas holprig, ich weiß. Dafür steckt viel Liebe drin ;-)

Im September geht es los,
die Freude, die ist Grawpy-groß!
Der Hogwarts Express wartet schon
auf ein jedes Zaub’rers Sohn.

Und auf begabte Muggeltöchter.
Hexen, Zauberer jeder Art,
kommt ihr heute nach King’s Cross –
von 9 ¾ geht die Fahrt.

Habt ihr eure Bücher alle,
Kessel, Besen, Drachengalle,
paar Nickel für den Honigtopf?
Keine Angst vor Nicholas Kopf?

Mit Wutschen und Wedeln
wird es gemacht!
Lernen kann Spaß machen,
wer hätt’s gedacht?

Seid ihr gut in Kräuterkunde,
ist der Zaubertrank euch wichtig?
Pflegt ihr gern dreiköpf’ge Hunde,
verteidigt ihr euch auch schon richtig?

Beim Quidditch zeigen alle Spieler,
wie sie auf dem Besen fliegen.
Klatscher, Quaffel, Sportart vieler.
Mit dem Schnatz kann man leicht siegen.

Der dunkle Wald ist euch verboten:
Zentauren, Spinnen, Kriechgetier.
Mit Sauhund Fang auf leisen Pfoten
schaut Hagrid nach dem Rechten hier.

Geheimnisse an jeder Ecke:
Raum der Wünsche, tiefer See,
peitschende Bäume, hoher Turm,
Prophezeiungen im Tee.

Hast du etwas auf dem Herzen,
kommt jede Hilfe fast zu spät,
bereitet etwas dir gar Schmerzen?
Frage Dumbledores Porträt!

Aus der Asche steigt der Phönix.
Wer das Blut des Einhorns trinkt,
den jagt er gnadenlos hinfort,
bis das dunkle Mal versinkt.

Am Ende eines jeden Jahres
tagt der Kampf gegen das Böse.
Mutig zieh’n wir in die Schlacht,
dass der Zauber sich dann löse.

Freunde, Liebe, das vereint.
Gemeinsam haben wir die Macht.
Auch wenn zu das Dunkle zu groß scheint,
kommt das Licht nach jeder Nacht.

Du lehrst uns alles, was wir brauchen,
in magische Welten abzutauchen.
Oh, geflügeltes Warzenschwein!
Bei dir könn‘ wir zuhause sein.

Heute, genau dieses Jahr, ist übrigens Albus Severus Potters erster Schultag :-)



Dienstag, 29. August 2017

Drei Lesetipps im August

Im August geht es um drei Kinderbücher, die sich genauso für Erwachsene eignen und die Phantasie anregen. Vielleicht ist ja was für euch dabei :-)

Michael Ende: Momo

Ich habe Momo erst letztes Jahr gelesen und ich bin begeistert! 
In einer Stadt erscheint die kleine Momo. Sie wohnt friedlich am Stadtrand und spielt mit den Kindern, die Erwachsenen fragen sie um Rat und alle leben fröhlich miteinander. Bis die Grauen Herren kommen, die die Stadtbewohner überreden, Zeit zu sparen. Immer mehr Zeit wird gespart und niemand hat mehr welche. Kann Momo den Bewohnern helfen und ihnen wieder zeigen, wie wertvoll gemeinsam verbrachte Zeit ist?
Das Buch ist sehr liebevoll geschrieben und stimmt junge und besonders alte Leser nachdenklich. Jeder sollte einmal überdenken, ob er nicht manchmal zuviel Zeit spart ;-)

Tahereh Mafi: Furthermore

Dieses Buch ist eine wundervolle Geschichte über ein Mädchen, das ihre eigenen Stärken verleugnet und nichts lieber will, als wie alle anderen zu sein.
In einer kunterbunten Welt ist Alice die einzige, die vollkommen weiß ist. Sie fühlt sich als Außenseiter und das wird nicht besser, als sie ihre Aufnahmeprüfung in die Gesellschaft verpatzt. Traurig und allein willigt sie ein, Oliver bei seiner Prüfung zu helfen. Das führt die beiden ins sagenhafte Land Furthermore, in dem sie nicht wissen, wem sie trauen können.
Nach und nach lernt Alice, dass sie anders und trotzdem anerkannt sein kann, eben besonders.

Neil Gaiman: Coraline

Ein durchdachtes Kinderbuch mit kleinem Gruselfaktor. Coraline zieht mit ihren Eltern in ein neues Haus. Schon bald entdeckt sie einen Geheimgang, der zu einer anderen Mutter und einem anderen Vater führt. Die beiden sind viel lieber als die anderen, verbieten nichts und sind immer fröhlich. Coraline könnte bei ihnen bleiben. Wenn sie wie die beiden in Zukunft mit Knöpfen anstelle der Augen leben würde.
Eine Geschichte über Familie und die Sorgen und Ängste von Kindern und Eltern. 


Sonntag, 27. August 2017

Ursula Poznanski: Aquila

Loewe Verlag 2017

Wie ich mal wieder ein Buch in zwei Tagen durchgelesen habe
Zugegeben, ich hatte Urlaub.





Handlung

Nika wacht in ihrem Bett auf, in dreckigen Klamotten, mit Kopfwunde und ohne Erinnerung an die letzten zweieinhalb Tage. Was ist passiert? Wo ist ihr Handy? Und was bedeuten diese kryptischen Sätze auf dem Pizza-Flyer in ihrer Hosentasche? Auf der Jagd nach ihren Erinnerungen wird Nika selbst zur Gejagten. Kann sie sich selbst noch trauen, wenn sie nicht weiß, was sie tatsächlich getan hat?

Meinung

Ursula Poznanski hat mich mal wieder ans Buch gefesselt. Die spannende Geschichte, der rasante und flüssige Schreibstil und vielen Andeutungen und Rätsel im Buch ließen mich Seite um Seite umblättern. Ich habe aber von der Autorin auch nichts anderes erwartet ;-)

Die Handlung ist rasant, aufregend und spannend. Der Gedächtnisverlust und die Suche nach den Geschehnissen der letzten Tage bringen von vorn herein einen Spannungsbogen in die Geschichte, der von Kapitel zu Kapitel steigt. Neue Erkenntnisse und Wendungen bringen die Hauptfigur und den Leser auf immer neue Gedanken und die Spekulationen in immer neue Richtungen. Die Kulisse der italienischen Stadt Siena, in der Nika ein Semester verbringt, gibt zusätzlichen Pepp und erinnert vage an andere Jagden nach dunklen Geheimnissen quer durch Italien. Dadurch wird eine mystische Stimmung erzeugt. Der Plot ist getrieben von der Suche nach der Erinnerung und den Merkwürdigkeiten, die Nika unterwegs begegnen, wie gruselige Verfolger, Fremde, die mehr wissen als sie selbst, und schockierende Fotos von Nika selbst.

Nika selbst lernt der Leser durch ihre Taten kennen. Zwar gibt die Autorin Informationen zu deren liebevollen Mutter, dem anstrengenden Stiefvater und dem wenig enthusiastischen Studium der Kunstgeschichte. Doch davon abgesehen begleitet der Leser die 19-Jährige auf ihrer Suche. Nika ist verwirrt und ein wenig verloren in der fremden Stadt. Davon lässt sie sich aber nicht aufhalten und geht auf eigene Faust ihren Eingebungen nach. Sie ist mutig und etwas unüberlegt.

Die anderen Figuren helfen ihr oder stellen sich ihr in den Weg. Aber wem Nika wirklich trauen kann, muss sich noch zeigen. Die Figuren erfüllen ihre Funktionen als Freunde und Feinde und als potentielle Gefahren, die wissen, was in den letzten Tagen tatsächlich passiert ist. Ein wenig mehr Tiefe in den Charakteren wäre okay gewesen, aber notwendig ist sie auch nicht.

Nachdem Erebos, Layers und Elanus sich mit aktuellen technischen Entwicklungen beschäftigt haben, ist das Thema in Aquila schwieriger zu fassen. Vor allem, ohne etwas vorwegzunehmen. Die aufgebaute Spannung aber und die gruselig-mystische Jagd quer durch Siena reichen völlig aus, diesem Buch 4,5 von 5 Seifenblasen zu geben! Aquila ist ein rasanter Page-Turner wie Poznanski sie von jeher schreibt.

Insgesamt liegt die Stärke dieses Buches also im schnell steigenden Spannungsbogen. Ich konnte es nicht weglegen, ich musste wissen, wie es weiter geht! Wer einen actionreichen Plot mag, ist hier genau richtig.

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!