Freitag, 19. Januar 2018

Das war: 2017 – Bericht einer Leseblockade

Sich zum Lesen zwingen bringt nichts

2018 ist schon etwas fortgeschritten, dennoch möchte ich den Rückblick auf das vergangene Jahr noch posten. Dazu muss ich sagen: Privat war 2017 ein kleines Chaos. Das betraf jeden Bereich meines Lebens und ich war mit meinen Gedanken ständig so beschäftigt, dass für Lesestunden leider wenig Platz blieb.

Immerhin, ein paar Bücher habe ich gelesen und hier rezensiert. Ihr findet die jeweiligen Posts in der Rubrik Rezensionen. Es sind 13 Bücher geworden („Der Koffer“ fehlt hier, denn das Buch war nur ausgeliehen). Sie viel, wie andere in einem Monat lesen.


Woran lag diese Leseflaute genau? Puuh ... Stress. Gefühle. Unsicherheit. Das, was mir abends, wenn ich lesen hätte können, den Kopf verdreht hat. Doch ich kann euch sagen – das ist erst einmal vorbei, denn mit dem neuen Jahr haben sich einige Dinge geklärt. Ich blicke also sehr zuversichtlich in die Zukunft. Das erste Buch aus 2018 ist schon online („Qualityland“) und das zweite habe ich schon gelesen. Es kommt die Tage :-)

Sich ein bestimmtes Buch aufzwingen kann ein Fehler sein

Ich sehe das nicht direkt als Fehler. Ich bin extrem begeistert von „Oryx and Crake“ und kann euch jetzt schon sagen, wenn das Ende mich nicht enttäuscht, gibt es 5/5 Seifenblasen. Dadurch, dass ich aber so sehr abgelenkt war, war dieses etwas schwierigere Buch mit dem schwierigen Thema auf Englisch vielleicht nicht die beste Entscheidung.

Dafür war es genau richtig, erst einmal zwei deutsche Bücher zu lesen. Gerade ist das dritte dran und dann kehre ich zu Margaret Atwood zurück, mit etwas mehr Muße und Ruhe.

Mein Lese-Highlight 2017

... ist „All the bright places“. Ich hatte es so oft bei anderen Bloggern und im Bookstagram gesehen und es endlich gekauft und gelesen. Es hat mich umgehauen. Dieses Buch ist wundervoll, die Geschichte der beiden Jugendlichen hat mich tief berührt. Besonders Finchs Worte und Taten haben mich zum Nachdenken gebracht.

Einen Flop in dem Sinne gab es nicht. Am schlechtesten gefallen aber hat mir „Morgen kommt ein neuer Himmel“. Es lässt sich sehr gut runterlesen, doch es fehlt an tiefen Gefühlen und Gedanken, die mit sich selbst zu tun haben und nicht mit der Erfüllung in einer Partnerschaft.

Die Specials: Themen rund ums Buch

Besonders viel Spaß bereiten mir selber immer die Specials. Ihr findet alle unter der Kategorie Specials. Welches am meisten Spaß gemacht hat, kann ich gar nicht sagen. Das vierteilige Harry-Potter-Adventskochen vielleicht oder das Hogwarts-Gedicht zum ersten September. Der Post über Dystopien lag mir natürlich sehr am Herzen. Und – jetzt, als ich es sehe – ganz besonders meine Gedanken zum Vatertag: Warum ich lese, was ich lese.

Wer braucht noch Lesetipps?

Ich habe es tatsächlich (fast, ... Mist) jeden Monat geschafft, euch Lesetipps zu präsentieren :-D Ihr findet sie alle unter dem Tag „Lesetipps“. Immer, wenn ich jemanden nach Tipps frage, sagt derjenige: Aber ich lese eher sowas oder sowas. Meine Antwort darauf: Gut! Ich will unterschiedliche Genres vorstellen! – Also, schaut mal rein :-)

Und in Zukunft?

Bin ich immer noch da. Ich habe schon ein paar Ideen für Specials und ein paar Lesetipps eingesammelt. Vielleicht berichte ich zusätzlich noch über ein paar Serien – denn diese rauben uns allen ja die Zeit für Bücher ;-) Im Juli wird der Blog drei Jahre alt. Irre.
Ich hoffe, ihr habt Spaß und findet das ein oder andere interessante Buch oder ab und zu einen spannenden Text. Fühlt euch gedrückt :-*

Mittwoch, 17. Januar 2018

Drei Lesetipps im Januar

Im neuen Jahr starten wir mit Tipps von einer Mittel-Viel-Leserin aus Köln :-D Ihr Lieblingsautor ist Murakami und ein Buch von ihm ist auch die erste ihrer drei Empfehlungen.



Haruki Murakami: Afterdark
In einer knallbunten Großstadt, in der nachts fast mehr geschieht als tagsüber, stolpern mehrere Menschen in einem 24-Stunden-Supermarkt unvermittelt in die Leben der anderen. Zwischen Leuchtreklamen, Partys und nächtlicher Arbeit geraten eine Prostituierte, ein brutaler Freier, ein Zuhälter, ein Musiker und zwei hübsche Mädchen in eine Geschichte, die ihren Alltag durcheinander wirbelt. Wer bringt die Nacht am schnellsten hinter sich?

Jack Kerouac: On the road
Ein stark autobiographischer Roman der Beat-Kultur, auch unter dem Titel „Unterwegs“ veröffentlicht. Ein zielloser Roadtrip, auf der Suche nach Freiheit und Selbstverwirklichung, nach dem Rausch und der Liebe. Als kurzzeitige Aussteiger reisen die Hauptfiguren in Autos, Zügen, Bussen und LKWs quer durch die USA und lassen die Spießbürger hinter sich.

Bernhard Schlink: Der Vorleser
Deutschland, Ende der 50er Jahre. Der jugendliche Michael verliebt sich in die 21 Jahre ältere Hanna. Sie gehen eine sexuelle Beziehung ein und beginnen das Ritual, bei dem Michael Hanna nach dem Geschlechtsverkehr vorliest. Jahre später nimmt Michael als Jurist an einem Holocaust-Prozess teil, bei dem Hanna auf der Anklagebank sitzt. In ihm wachsen moralische Fragen, derer er Herr zu werden versucht.

Vielleicht habt ihr ja Lust bekommen, eines dieser Buch (noch einmal) zu lesen :-)
Schöne Lektüre-Stunden euch!

Montag, 15. Januar 2018

Theaterstück „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling

Viel Schönes dabei – werden wohl die meisten darüber sagen. Ohne einen Ohrwurm von diesem Satz kommt man wohl nur schwer aus diesem Stück. Es ist auch viel Schönes dabei. Und das soll gar nicht so abwertend klingen, wie wenn der Autor über die Straßen in Mecklenburg-Vorpommern schreibt.

Am Samstag war ich im Kölner Comedia Theater im Theaterstück der Känguru-Chroniken. Die Karte hatte ich zum Geburtstag bekommen und bin nun also nach meinem Wegzug aus Köln diese Woche noch einmal in die Domstadt. Aber ein Theaterstück mit einem kommunistischen Känguru, Anti-Terroranschlägen und einer Flugreise? Kann das funktionieren?

Für Fans der Känguru-Trilogie, und ich bin einer von denen, deswegen kann ich das sagen, funktioniert das Theaterstück sehr gut. Im Vorfeld habe ich mich gefragt, wie sie auf der Bühne wohl die Dunkel-Café-Szene darstellen wollen, bis mir einfiel, dass – nur weil das Ganze auf den Büchern basiert – die Geschichte ja keinesfalls analog zum ersten Band laufen muss. Das tut sie dann auch nicht.

Die Handlung: Marc-Uwe und das Känguru wohnen zusammen und tun, was sie eben den ganzen Tag tun. Hauptsächlich existieren und ihren etwas verqueren Gedanken nachhängen. Dann erzählt Marc-Uwe, dass er ein Theaterstück schreiben soll. Natürlich geht es darin um das Känguru. Um was genau?, will dieses wissen. Na, um alles eben. Und so lernt der Zuschauer (noch einmal), wie die beiden sich kennenlernten und welche besonderen Abenteuer sie bereits erlebt haben.

Das Stück wirkt an manchen Stellen vielleicht etwas unzusammenhängend. Das ist im (Hör-)Buch nicht anders. Auf der Bühne wird auch in Kapitel unterteilt und für mich ergab sich daraus kein Problem. Man mag das Känguru nicht, weil der Plot so unglaublich linear aufgebaut ist. Vor allem eine Szene passt nicht ins Geschehen – aber das macht nichts, beschließen die Figuren. Die Leute liebten dieses Kapitel eben und wollten es deswegen sehen (man versteht sich ja mehr als Dienstleister :-D – und ja, auch ich liebe dieses eine bestimmte Kapitel besonders).

So haben mich die drei 17-jährigen Jungen hinter mir schon etwas gestört. „So war das im Buch nicht. Es heißt Koooopf und nicht Kopf. …“ Jaaa jaa. Geht nach Hause und lest das Buch. (Ich gebe zu – ungefähr so muss es sich anfühlen, mit mir Romanverfilmungen zu schauen …)

Die Umsetzung hat mir sehr gut gefallen. Im Theater konnte die Geschichte durch visuelle Aspekte erweitert werden und der Autor hat sich ein paar lustige Dinge einfallen lassen. Außerdem gab es Live-Musik, ein Kanguroosical sozusagen (für Fans von Scheißvereinen, zum Beispiel). Auch die Schauspieler haben aus meiner Sicht gute Arbeit geleistet und die Charaktere in der bekannten Art und Weise getroffen.

Heimliche Heldin beziehungsweise heimlicher Held des Stückes ist Hertha. Alias der Psychiater, alias der Nazi, alias die Frau der Jobagentur, alias … Ein wundervolles, unverstecktes Schauspiel aus Rollenwechsel und Selbstironie, welches nur auf den Brettern, die die Welt bedeuten, möglich ist.
Unwissende, die die Känguru-Chroniken nicht kennen, verstehen vielleicht das ein oder andere nicht. Running Gags aus den Büchern werden nur einmal gebracht und sind somit nur Running für die Kenner. Gut unterhalten fühlen sich auch Neulinge. Trotzdem entspringt der Charme des Ganzen doch schon dem Vorwissen, das der Zuschauer besser mitbringt.

Alles in allem habe ich mich – als fanatischer Liebhaber, der die Hörbücher mehrfach gehört hat – gut amüsiert und unterhalten gefühlt. Vor allem deswegen, weil ich erneut in die Känguru-Welt eintauchen und auch ein paar neue Pointen erleben durfte. Wer also die Bücher mag, verbringt im Theaterstück „Die Känguru-Chroniken“ einen schönen Abend.

Mehr von Marc-Uwe Kling: Hier geht’s zur Rezension von Qualityland


Samstag, 6. Januar 2018

Marc-Uwe Kling: Qualityland

Wie ich völlig aus dem Häuschen war






Ein neues Buch von Marc-Uwe Kling. Eine Dystopie. Vom Autor vorgelesen. Lustig und nachdenklich. – Alle meine Träume sind wahr geworden.

Handlung

Qualityland ist die Heimat der Figuren. Es gleicht unserem Deutschland in sehr vielen Punkten, hat sich aber in einigen, vor allem digitalen, Aspekten weiterentwickelt. Mach dir keine Sorgen, wenn du nicht weißt, was du willst oder wer du bist. Das System weiß es für dich.

Als Peter Arbeitsloser allerdings einen rosafarbenen Delphin-Vibrator geschickt bekommt, ist er sicher, dass er das nun ganz und gar nicht will. Das System ist da anderer Meinung. Und eine Rückgabe deswegen ausgeschlossen. So leicht lässt sich Peter jedoch nicht abwimmeln.


Meinung

Die Handlung ist – wie in den Känguru-Chroniken – eher weniger actionreich. Stattdessen verfolgt der Leser die Hauptfigur Peter Arbeitsloser bei dem Unterfangen, den Vibrator wieder zurückzubringen. (In der nahen Zukunft haben alle den Beruf des Vaters oder der Mutter als Nachnamen.) Peter geht dabei fast unfreiwillig gegen das System vor. Er möchte einfach nicht akzeptieren, dass er die Gegebenheiten und Entscheidungen anderer nicht ändern kann. Auf seinem Weg zum Firmenchef von The Shop – dem weltweit größten und beliebtesten Online-Händler – trifft er andere Außenseiter des Systems. Wie gut, dass er zur Unterstützung einen Haufen defekter Roboter und Maschinen im Keller hat.

Typisch Marc-Uwe Kling wird unsere Realität, unser Alltag auf den Arm genommen. Die Absurditäten digitaler Entwicklung, gläserner Menschen, Algorithmen und der Gleichgültigkeit der Menschen gegenüber Fremdbestimmung finden ihren überspitzten Weg in eine kritische Betrachtung unserer Gesellschaft. Und das auf irre witzige Art und Weise. Der Autor erklärt komplizierte Zusammenhänge und technische Fortschritte verständlich, liebevoll und höchst ironisch.

Es geht um Superintelligenzen, um die Herrschaft weniger mittels technischer Devices und den Austausch von Menschen durch Maschinen. Bezeichnend für diese Geschichte ist, dass man auf jede Nachricht, die man auf seinen Geräten bekommt, nur OK antworten kann. Wenn man etwas mit weniger als zehn Sternen bewertet, ist die Maschine traurig und beleidigt und man muss groß und breit erklären, wieso weshalb warum. Und wer wird noch bewertet? Ganz genau: jeder einzelne Mensch, mittels Level.

Der Humor wird nicht zuletzt durch die eingestreuten Minikapitel erzeugt. In der Zukunft ist alles voll von Werbung – so auch dieses Buch. Persönliche Tipps und Reiseführer machen die Geschichte zu einem besonders lustigen Genuss. In der schwarzen Version, die ich als Buch gekauft habe, sind diese Kommentare eher pessimistisch gestimmt, in der grauen Version, mein Hörbuch, eher optimistisch. (Man muss aber nicht beide Versionen kaufen. Die Minikapitel sind im Internet zu finden.)


Die ungekürzte Live-Lesung von Marc-Uwe Kling selbst ist grandios! Seine Stimme ist sehr angenehm und die verschiedenen Figuren, die er imitiert, sind an den richtigen Stellen überzogen, jedoch nie nervig. Im Oktober war ich selbst auf einer Lesung von ihm, auf der er die ersten Kapitel vorgelesen und kommentiert hat. Es war grandios! (Ja, ich bin bekennender Fan.) Mir gefällt auch das lachende Publikum im Hörbuch. Gemeinsam macht Lachen noch viel mehr Spaß.




Wer Dystopien und Kritik an der digitalen Gesellschaft mag und sich das in WITZIG (statt actionreich) vorstellen kann, der kommt hier auf seine Kosten. Und auch Fans des Kängurus werden sich freuen! Hört oder lest einmal rein ;-)

Weitere Gedanken zum Buch: Achtung, Spoiler!

Montag, 1. Januar 2018

Frohes 2018!

Ein farben-frohes neues Jahr 2018 wünsche ich euch!
Habt ihr euch neue Lese-Ziele vorgenommen? Eine Anzahl an Büchern oder die Erkundung eines neuen Genres? Was bei mir in 2017 war und was für das neue Jahr ansteht erfahrt ihr bald im Rückblick-Ausblick-Post. Bis dahin schon mal:
Viel Erfolg, Glück, Liebe, Freundschaft, Abenteuer, Sonnenschein und vor allem Lesestoff!


Dienstag, 26. Dezember 2017

Drei Lesetipps im Dezember

Die Lesetipps im Dezember kommen dieses Jahr von einer Freundin, die absolut verrückt nach Weihnachten ist. Sie ist also die beste Wahl für drei Buchvorschläge in diesem Festtags-Monat! Ihre Bücher sind auch sehr weihnachtlich angehaucht ;-) Wer also die Stimmung noch weiter tragen möchte, ist hiermit gut beraten!


Als erstes natürlich Charles Dickens Weihnachtsgeschichte. Was sollte man im Advent auch sonst lesen? Für die Freundin besteht da gar keine Frage :-D Viel Freude mit den drei Geistern!

Dann Schottische Märchen. Wahlweise auch die Märchen anderer Länder, aber welche eignen sich schon so gut wie britische? Immerhin kam Charles Dickens aus England. Der Zauber, der traditionellen Märchen innewohnt, passt ganz wunderbar zu der festlichen Zeit und bringt uns dem Wünschen und den Wundern noch ein Stück näher.

Und, nicht zuletzt, Harry Potter – stellvertretend für ein anderes, wundervolles Re-Read eines der liebsten Bücher. Aber seien wir ehrlich, für mich wäre es genau dasselbe :-P Nichts macht einen gemütlichen Abend noch schöner als ein altbekannter Freund.


Um sich die Lesezeit noch zu versüßen, stellt euch ein paar Kekse und heißen Kakao bereit, zündet nochmal vier Kerzen am Adventkranz an und los geht das weihnachtliche Schmökern. So kann das Fest gemütlich ausklingen und das neue Jahr kommen!

Montag, 25. Dezember 2017

Frohe Weihnachten!

Liebe Bücherwürmer und alle anderen,
ich wünsche allen Frohe Weihnachten und (/oder, für Nicht-Feiernde) eine schöne und kuschelige Zeit mit euren Lieben!

Sonntag, 24. Dezember 2017

Harry-Potter-Adventskochen, die Vierte

Dezember-Special 4/4

Da dieses Jahr der Vierte Advent und Heilig Abend auf denselben Sonntag fallen, ist jetzt fast schon Weihnachten! Wie verbringt ihr euren Tag? Feiert ihr zu Hause oder seid ihr schon unterwegs?

Ich mache heute mit euch als krönenden Abschluss der Harry-Potter-Koch-und-Back-Sessions mit euch die Zimtbrötchen aus dem inoffiziellen Buch vom riva Verlag. Zuvor gab es Porridge, Vanillecreme-Kekse und Butterbier.

Zunächst habe ich ganz traditionell alle Zutaten zusammengestellt und für euch fotografiert :-D Nick musste natürlich auch wieder dabei sein – er kann Süßigkeiten nicht widerstehen! Dann habe ich Zucker, Milch und Hefe zusammengerührt sowie Zucker und Eier in einer Schüssel geschlagen. Nick wollte auch mal den Mixer bedienen ;-)


Danach kam ich ganz schön in die Bredouille. Ich hätte vorher checken sollen, wie viele Schüsseln man für dieses Rezept braucht, eine hat vorne und hinten nicht ausgereicht. Jedenfalls habe ich dann Butter und Milch in einem Topf erhitzt: witzige Kombi, die sich ganz wunderbar in zwei Schichten aufteilt :-D Danach kommt alles in eine Schüssel (da reichte dann zum Schluss doch wieder eine) und durchmixen. Mein Teig war leider mal wieder viieel zu flüssig-zäh. Man sollte ihn danach in einem Klumpen aus der Schüssel nehmen können. Das ging so gar nicht :-D


Deswegen habe ich einfach große Flatschen auf das Blech gemacht. Eigentlich sollte man das Ganze nach dem Gehen lassen (da hätte ich mir das Rezept vorher auch intensiver anschauen sollen :-D) ausrollen und in Schnecken formen sollen. Das hat nicht ganz hingehauen, obwohl ich noch extra Mehl hinzugefügt habe ...



Doch nachdem ich die Fladen gemacht und mit einer Mischung aus Butter, braunem Zucker und Zimt bestrichen habe (ja, das vielleicht auch eher radikal), konnte das Blech dann in den Ofen.


Als sich dann der wunderbar zimtig-hefige Duft in unserer Küche verbreitet hat, habe ich noch das Frosting aus Frischkäse, Creme fraiche und Puderzucker gemacht. Und weil ich noch rote Lebensmittelfarbe hatte und die ja ganz wunderbar zu Weihnachten passt, kam die auch noch da hinein. Ro-o-o-te Weihnacht überall!


Und schon waren die leckeren Zimtbrötchen fertig! Sie haben sehr saftig geschmeckt, hätten für meinen Geschmack aber noch etwas süßer sein können, so als Leckerei im Advent. Dieses Backrezept war das aufwendigste der vier – aber auch das mit dem coolsten Ergebnis :-)

Ich wünsche euch schon einmal leckere Feiertage!


Sonntag, 17. Dezember 2017

Harry-Potter-Adventskochen, die Dritte

Dezember-Special 3/4

Einen fröhlichen Dritten Advent, ihr weihnachtlichen Bücherwürmer!
Nachdem ich am ersten Adventssonntag Porridge und am zweiten Vanillecreme-Kekse gebacken habe, gibt es heute das berühmt-berüchtigte Butterbier! Das Rezept stammt wieder aus dem inoffiziellen Harry-Potter-Kochbuch vom riva Verlag.

Als ich gesehen habe, dass rohes Eigelb ins Butterbier muss, war ich erst etwas irritiert. Trotzdem wollte ich das Heißgetränk richtig kochen und habe mich dieses Mal brav an das Rezept gehalten.


Die Zutaten: Bier – ja, richtiges echtes Bier! Ich habe allerdings alkoholfreies genommen, so ist das ganze auch für minderjährige Harry-Potter-Fans eine tolle Leckerei! Also, Bier, Zucker, Eigelb, Gewürze und natürlich Butter.

Als Vorbereitung habe ich die Eier getrennt. Nick war natürlich wieder neugierig und hat sich alles ganz genau angeschaut. So ist das mit Nikolaus und Weihnachtsmann – sie sehen alles.

Dann wird direkt das Bier erwärmt. Das ist ein merkwürdiges Gefühl, dieses Getränk in einem Topf zu kochen :-D Gut, dass man direkt Zucker und Gewürze hinzutun konnte.

Das Gebräu darf nicht richtig brodeln. Stattdessen nimmt man es dann vom Herd und fügt Eigelb und Butter hinzu. Guuut, bei der Butter habe ich etwas mehr genommen, als im Rezept steht. Bitte erlaubt mir ein bisschen Rebellen-Haftigkeit :-D

Und so schnell ist das Ganze dann auch fertig! Wenn man es in einem hübschen Gefäß vor dem Weihnachtsbaum fotografiert, sieht es auch richtig schön aus! Wie in der Szene in den Drei Besen, in der Hermine den Baum schweben lässt. Mobiliarbus! Äh – Prost!